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Mittwoch den 20.September 2017

"Schwerbehindertenausweis" im Infocafé Knittlingen

Am 20. September haben der Krankenpflegeverein, der Seniorentreff und die Beratungsstelle für Hilfen im Alter wieder ihr Infocafé in der Cafeteria der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführt. Diesmal stand ein Thema für Senioren mit Handicaps im Mittelpunkt: "Schwerbehindertenausweis - was nützt er Menschen im Rentenalter?" war der Titel des Nachmittags.

Jeder Betroffene mit existierenden Behinderungen kann einen Schwerbehindertenausweis beantragen. Zuständige Behörde ist das Versorgungsamt beim Landratsamt Enzkreis Die Formulare hierzu gibt es auch auf dem Rathaus oder bei der Beratungsstelle für Hilfen im Alter, wo dem Antragsteller auch beim Ausfüllen geholfen wird. Sobald der Antrag vorliegt, schreibt das Amt schreibt dann den behandelnden Arzt an, der für die Behörde ein ausführliches Gutachten erstellt, was wiederum Grundlage für die Entscheidung des Amtes über den Grad der Behinderung ("GdB") ist. Deshalb ist es gut, vor Antragstellung mit seinem Arzt zu sprechen und ihm anzukündigen, das man einen Antrag stellen will. Denn: Das was der Arzt dokumentiert ist die wichtigste Grundlage für die Entscheidung der Behörde. Eine Vorstellung beim Amtsarzt erfolgt heutzutage für Antragssteller im Schwerbehindertenrecht hingegen nur noch selten.

Mit diesen Informationen referierte die Juristin Anna-Maria Freudenreich, Sozialrechtsreferentin beim Sozialverband VdK Pforzheim-Enzkreis vor den Besuchern des "Infocafés" und verwies darauf, dass jede Behinderung nach der "Versorgungsmedizin-Verordnung" einzeln bewertet wird und nach einem bestimmten Procedere dann die einzelnen Behinderungen zu einem Gesamt-GdB verrechnet werden. Hierbei werden die Einzel-GdBs aber nicht einfach addiert und auch bestimmte Krankheiten wie ein Herzinfarkt reichten nicht alleine für einen Ausweis aus. Vielmehr sei der tatsächliche Grad der Beeinträchtigung im Alltag Maßstab der Entscheidung. Tumorpatienten erhalten nur befristet einen Ausweis. Gerade bei älteren Ausweisen, so Freudenreich, sei Vorsicht bei Erhöhungsanträgen geboten. Es gebe keine Besitzstände, am Ende könnte nach dem Verfahren auch eine Herabstufung stehen.

In dem frei gehaltenen und mit Beispielen lebendig gestalteten Vortrag stellte Sozialrechtsexpertin Freudenreich fest, dass für Rentner weniger die Prozente des GdB als vielmehr die Buchstaben auf der Rückseite das Ausweises ("Merkzeichen") Bedeutung hätten. So spielt das Merkzeichen "aG", das insbesondere Rollstuhlfahrer bekommen, eine Rolle für die Parkberechtigung auf Behindertenparkplätzen und für die Fahrt mit dem Taxi zum Arzt. Mit dem Merkzeichen "G" gibt es einen Zuschlag bei der Grundsicherung und das "H" sichert einen Steuerfreibetrag beim Finanzamt. Wenn das gewünschte Merkzeichen nicht genehmigt wurde, empfiehlt sich laut Freudenreich eine Rücksprache mit dem Arzt. Dann könne Widerspruch eingelegt werden oder nach einer gewissen Zeit -bei Verschlechterung der Krankheit- ein Neuantrag gestellt werden.

Ausführungen über den VdK, den dort angebotenen Sozialrechtschutz und Vorteile für Mitglieder rundeten den Vortrag ab. Der VdK bietet aber auch in seinen offenen Sprechstunden eine kostenlose Erstberatung für Nichtmitglieder an.

Das gut besuchte Infocafé klang aus mit dem schon zur Tradition gewordenen Kaffeetrinken. Die Reihe "Infocafé" wird fortgesetzt werden. Nächster Termin: Mittwoch, 29. November 2017

 

Mittwoch den 31.Mai 2017

„Nicht aufgeben“ im Infocafé Knittlingen

Am 31. Mai haben der Krankenpflegeverein, der Seniorentreff und die Beratungsstelle für Hilfen im Alter wieder ihr Infocafé in der Cafeteria der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführt. Diesmal stand ein mutmachendes Thema im Mittelpunkt: „Nicht aufgeben - warum es sich lohnt, hartnäckig zu bleiben" war der Titel des Nachmittags.

Es ist eine Sache der Haltung, wie ein Mensch der Kompliziertheit und den Enttäuschungen des Lebens entgegentritt. Resigniert er, wenn es nicht so klappt, wie er es sich vorstellt oder versucht er es noch einmal? Manche Menschen haben es schon früh gelernt und bleiben konsequent hartnäckig und kämpfen um ihren Erfolg - in jedem Lebensalter. Aber auch derjenige, der eher zum Aufgeben neigt, kann sich bewusst machen, wann er früher einmal durch Hartnäckigkeit etwas erreicht hatte und wie er sich damals gefühlt hatte. Alleine dadurch, dass man sich frühere Erfolge wieder bewusst macht, kann man aus dem mutlosen Denken herauskommen.

Mit solchen Hinweisen auf den Umgang mit Erfolg und Misserfolg motivierte Wolfram Scheffbuch von der Beratungsstelle für Hilfen im Alter in seinem Vortrag die Zuhörer, gedanklich eine Grundhaltung des "Nicht aufgeben" zu verinnerlichen und auch bei Rückschlägen trotzdem hartnäckig zu bleiben. Man solle auch bei Schwierigkeiten nicht grübeln warum es nicht geklappt habe oder wer daran schuld sei, wenn es nicht weitergehe. Besser solle man nach vorne schauen, ein Ziel formulieren, das man erreichen wolle und sich zu fragen, was wäre anders, wenn meine Probleme gelöst wären und das Ziel erreicht wäre.

Allerdings wies Altenberater Scheffbuch darauf hin, dass ältere Menschen Probleme anders als jüngere Personen bewältigten und eher bereit seien, Belastungen zu akzeptieren. Forschungen hätten ergeben, dass Ältere mehr zu "emotionaler Bewältigung und weniger zu aktivem, direkten Problemlösen" neigten. Von daher sei verständlich, wenn ein 90jähriger früher als ein 60jähriger aufgebe.

Anschließend erläuterte Scheffbuch anhand von zehn Beispielen aus dem Alltag, wann es sich lohnt, hartnäckig zu bleiben und er schilderte verschiedene Szenarien vom Umgang mit Familie und Nachbarn über Situationen beim Arzt oder Vermieter bis hin zum Verhalten beim Einkaufen. Aber auch wenn Behörden Anträge ablehnten, riet Scheffbuch, nicht aufzugeben und auch zu wagen, einen Widerspruch zu stellen. Und wenn das Geld knapp werde, hätten viele Senioren durchaus eigene Handlungsoptionen etwa im Umgang mit dem Ersparten oder dem eigenen Haus. Oft gäben sie aber zu früh auf und nutzten diese Optionen nicht.

Ein Hinweis darauf, dass fast jeder irgendwann einmal gute Erfahrungen damit gemacht habe, nicht aufzugeben, rundete den Vortrag ab. Diese "Erfolgsstory" sollte jeder sich bewusst machen und in anderen Lebensbereichen wiederholen. Dann könne er irgendwann sagen: Es hat sich gelohnt, durchzuhalten.

Das gut besuchte Infocafé klang aus mit dem schon zur Tradition gewordenen Kaffeetrinken. Die Reihe „Infocafé“ wird fortgesetzt werden.

 

Jubiläum beim Infocafe am 8. März 2017

Am 8. März 2017 konnte in der Fauststadt-Senioren-Wohnanlage ein besonderes Jubiläum gefeiert werden. Ziemlich genau vor 16 Jahren fand in diesen Räumen das 1. Infocafe statt. Nachgewiesen im Protokoll des Krankenpflegeverein Knittlingen vom 14.02.2001.

„Herr Scheffbuch von der Beratungsstelle für Hilfen im Alter wird Ende März 2001 zusammen mit dem Krankenpflegeverein und mit dem Senioren-Club in der Senioren- Wohnanlage ein Infokaffee abhalten.“

Walter Zucker hat in den Vereinsakten und in der Homepage des Krankenpflegevereins nachgesehen und die Anzahl der Infocafe’sermittelt. Wir sind heute zum 70. Infocafe hier beieinander!
Der Vorsitzende dankt Herrn Wolfram Scheffbuch, dass er in all den Jahren wichtige und brisante Themen auf die Tagesordnung genommen hat und damit für Senioren und ihre Angehörigen beste Hilfen im Alter geleistet hat.

Die anschließende Kaffeerunde wird gerne für weitere Fragen an die Referenten und für den Gedankenaustausch untereinander genutzt. Für guten Kaffee, Gebäck und eine angenehme Atmosphäre sorgen in all den Jahren die beiden Mitarbeiterinnen des KPV, Andrea Link-Schwab und Liane Pomper, bei Bedarf auch unterstützt durch Gisela Dannecker vom Senioren-Treff. Dafür sind wir sehr dankbar.

Wir hoffen und wünschen, dass auch in Zukunft immer wieder aktuelle Fragen „für Hilfen im Alter“ hier in der Senioren-Wohnanlage beim Infocafe angesprochen werden.

Das nächste Infocafe wird am 31. Mai 2017 stattfinden.

 

Mittwoch den 08 März 2017

"Dann halt eine Polin?" im Infocafé Knittlingen

Der Krankenpflegeverein, der Seniorentreff und die Beratungsstelle für Hilfen im Alter wieder ihr Infocafé in der Cafeteria der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführt. Diesmal stand die Situation osteuropäischer Haushaltshilfen bei hilfsbedürftigen Senioren im Mittelpunkt. „Dann halt eine Polin?“ war der Titel des Nachmittags.

Die Referentin, Maria Simo vom diakonischen Verein VIJ in Stuttgart, stellte schon zu Beginn ihres Vortrags fest, dass sich durch den demografischen Wandel in Deutschland einerseits und europäische Freizügigkeit und Armut in Osteuropa andererseits ein neuer Markt für häusliche Betreuung entwickelt habe. Inzwischen gebe es alleine in Baden-Württemberg circa 25 000 bis 30 000 osteuropäische Betreuungskräfte in Privathaushalten. Diese Beschäftigten seien fast immer nicht behördlich angemeldet, die 7-Tage-Woche sei die Realität, Urlaub und Lohnfortzahlung würden den Beschäftigten vorenthalten.

Besonders beklagten die Haushaltshilfen in den muttersprachlichen Beratungen beim VIJ den mangelnden Respekt von Seiten der Haushalte bzw.

der Angehörigen. Auch die sprachlichen Verständigungsprobleme seien eine Zumutung sowohl für die Senioren als auch für die Beschäftigten, die rund um die Uhr zusammmenleben müssten.

Jederzeit leben die Haushaltshilfen in Angst, ihre Arbeitsstelle zu verlieren. Deshalb verzichten sie auf die Einforderung ihrer Rechte.

Simo berichtete zudem vom Fall einer Beschäftigten, die nach dem Sturz der von ihr betreuten Person nicht schaffte, diese aus der hilflosen Lage zu befreien. Die Angehörigen waren in Urlaub. Aus Angst vor Entdeckung ihres illegalen Status harrte sie 12 Stunden neben der alten Dame aus, weil sie sich nicht traute, die Nachbarn zu alarmieren.

Simo wies darauf hin, dass die Einsatzkräfte auf viele Krankheitsbilder nicht vorbereitet seien, so könnten sie etwa mit Demenzkranken nicht angemessen umgehen und seien etwa bei Aggressivität der gepflegten Person völlig hilflos. Eientlich sei auch nicht erlaubt, dass medizinische Maßnahmen durch die Hilfskräfte durchgeführt werden, tatsächlich sei das doch oft der Fall, so dass lebensgefährliche Risiken entstünden.

In der Regel sind osteuropäische Haushaltshilfen auf selbständiger Basis unterwegs oder werden durch eine "Firma" in Osteuropa entsendet. Diese Arrangements erfüllen jedoch laut Referentin Simo nicht die Kriterien für eine legale Beschäftigung, vielmehr handle es sich um Scheinselbständigkeit, bzw. nehme der ausländische Arbeitgeber seine Funktion tatsächlich nicht wahr. Die einzige legale Anstellungsmöglichkeit sei ein schriftlicher Arbeitsvertrag nach deutschem Recht direkt beim Haushalt mit Abführung von Sozialabgaben, Unfallversicherung und unter Einhaltung der Arbeitszeitregeln, Mindestlohn, Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

ZUm Abschluss stellte Simo das Angebot des Vereins VIJ unter dem Titel "FairCare" vor. FairCare vermittelt Betreuungskräfte aus dem Ausland und organisiert die Anmeldung bei der deutsche Sozialversicherung. Die Beschäftigten arbeiten in der Regel 38,5 Stunden die Woche und haben alle üblichen Arbeitnehmerrechte. Auch die Beschäftigung von zwei Kräften im "Tandemmodell", die sich gegenseitig abwechseln ist möglich.

Das sehr gut besuchte Infocafé in der voll besetzten Cafeteria klang aus mit dem schon zur Tradition gewordenen Kaffeetrinken. Die Reihe "Infocafé" wird fortgesetzt werden.

 

Mittwoch den 30 November 2016

"Das ist neu in der Pflegeversicherung ab 2017" im Infocafé Knittlingen

Der Krankenpflegeverein, der Seniorentreff und die Beratungsstelle für Hilfen im Alter wieder ihr Infocafé in der Cafeteria der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführt. Diesmal stand ein aktuelles Thema für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen im Mittelpunkt: „Das ist neu in der Pflegeversicherung ab 2017“ war der Titel des Nachmittags.

Mit mehreren "Pflegestärkungsgesetzen" ordnet seit 2015 die jetzige Bundesregierung das Recht der Pflegeversicherung neu. Ab dem 1. Januar nächsten Jahres werden hierbei einschneidende Änderungen wirksam: Ab diesem Datum ist nicht mehr die notwendige Zeit für die Pflege maßgeblich für die Höhe der Leistungen, sondern entscheidend sind der Grad der Selbständigkeit, die geistigen Fähigkeiten und psychische Auffälligkeiten sowie die Häufigkeit von Behandlungspflege. Anhand von 64 Kriterien, aufgeteilt in 6 Module werden zukünftig die Gutachter im Auftrag der Pflegekassen sich ein genaues Bild von den Antragstellern machen und diese in einen von künftig fünf Pflegegraden einstufen.

Wolfram Scheffbuch von der Beratungsstelle für Hilfen im Alter erklärte in seinem Vortrag, wie das künftige Verfahren aussehen wird und wofür künftig Punkte vergeben werden. So gebe es Punkte etwa dafür, wenn jemand sich nicht selbständig waschen könne, genauso dafür, wenn er nicht allein Treppensteigen könne. Aber auch der Hilfebedarf bei medizinischen Verrichtungen wie Spritzen oder Verbandswechsel werde künftig bei der Bemessung des Pflegegrades berücksichtigt.

Auch der Verlust an geistigen Fähigkeiten oder das Auftreten von psychischen Auffälligkeiten werden laut Altenberater Scheffbuch künftig für die Eingradung in der Pflegeversicherung gewertet. So seien etwa die Unfähigkeit, sich an einem Gespräch zu beteiligen genauso wie Ängste, Wahnvorstellungen oder auch aggressives Verhalten Kriterien, die in die Wertung aufgenommen werden. Schon wenige dieser Symptome seien, wenn sie täglich auftreten, für einen Pflegegrad ausreichend, selbst wenn keine Hilfe bei der Körperpflege notwendig sei.

Anschließend erläuterte Scheffbuch die Änderungen bei den Leistungen der Pflegeversicherung. Sowohl beim Pflegegeld als auch bei den Sachleistungen, mit denen die Einsätze ambulanter Pflegedienste bezahlt werden, werden bisherige Leistungsbezieher fast immer besser gestellt.

Eine Bestandsschutzregelung schützt davor, dass ab 1. Januar Betroffene durch die Neuregelung Nachteile erleiden. Einen Wermutstropfen für Pflegeheimbewohner wird es allerdings geben: In dem häufigen Pflegegrad2 wird die Pflegekasse nur einen Zuschuss von 770 Euro zahlen.

Ein Hinweis auf die Anspruchsvoraussetzungen für die Gewährung von Zuschüssen zur Rentenversicherung der Pflegepersonen rundete den Vortrag ab. Statt bisher 14 Stunden genügen künftig 10 Stunden Pflegezeit pro Woche, damit Rentenversicherungsbeiträge abgeführt werden. Allerdings müssen diese 10 Stunden auf mindestens zwei Tage verteilt sein.

 

Mittwoch den 28. September 2016

"Nicht schlafen können" im Infocafé Knittlingen

Der Krankenpflegeverein, der Seniorentreff und die Beratungsstelle für Hilfen im Alter haben wieder ihr Infocafé in der Cafeteria der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführt. Diesmal stand das Thema gesunder Schlaf und Schlafstörungen im Mittelpunkt. „Nicht schlafen können“ war der Titel des Nachmittags.

Die Referentin, Diplom-Biologin Dr. Eva Wechselberger, stellte schon zu Beginn ihres Vortrags klar, dass die Dauer des Nachtschlafs bei jedem Menschen verschieden sei. Zwischen vier und elf Stunden täglich könne das individuelle Schlafbedürfnis schwanken. Wichtig seien aber immer die ersten drei Stunden des Nachtschlafes, da dort die für die Erholung wichtigen Tiefschlafphasen stattfänden. Sie erklärte die verschiedenen Schlafphasen, die sich wellenförmig abwechselten und hob hervor, dass das Immunsystem vor allem während des Schlafes aktiv sei: Wer wenig schlafe, sei krankheitsanfälliger.

Wichtig für eine gute Schlafhygiene sei eine Temperatur im Schlafzimmer von maximal 18 Grad und frische Luft. Auch sollte eine gute Matratze vorhanden sein, das Zimmer gut abgedunkelt sein und sich kein Fernsehgerät im Zimmer befinden. Wenn man dann tagsüber viel Bewegung hatte, sein leichtverdauliches Abendessen vor 19 Uhr eingenommen habe und acht Stunden vor dem Schlafengehen Kaffee vermeide, habe man beste Voraussetzungen für ein gutes Einschlafen. Geheimtipp: Ein Glas Milch mit Honig vor dem Einschlafen.

Schlafexpertin Wechselberger warnte vor abendlichem Alkoholgenuss. Die Folge sei eine Reduzierung der notwendigen Tiefschlafphasen: Man wache hinterher nur mäßig erholt wieder auf. Auch chronische Überlastung und Stress, aber auch ein abendliches Fünf-Minuten-Schläfchen könnten zu Schlafstörungen führen.

In dem lebendigen und fesselnden Vortrag gab es auch ganz praktische

Hinweise: Vor denm Schlafengehen keine Actionthriller oder aufregende Fernsehsendung ansehen, sondern lieber Spazierengehen. Auch regelmäßige Bettgehzeiten und Rituale seien gut zum Einschlafen. Zum Abschluss riet Wechselberger zur Gelassenheit. Eine Nacht ohne Schlaf könne der Körper gut wegstecken. Der Körper hole den Schlaf dann in der nächsten Nacht nach.

Das sehr gut besuchte Infocafé in der voll besetzten Cafeteria klang aus mit dem schon zur Tradition gewordenen Kaffeetrinken. Die Reihe "Infocafé" wird fortgesetzt werden. Nächster Termin: 30. November 2016

 

Mittwoch den 18. Mai 2016

"Die häufigsten Irrtümer über Pflegeheime" im Infocafé Knittlingen

160518_ic.jpg Der Krankenpflegeverein, der Seniorentreff und die Beratungsstelle für Hilfen im Alter haben wieder ihr Infocafé in der Cafeteria der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführt. Diesmal stand die stationäre Altenhilfe im Mittelpunkt: "Die häufigsten Irrtümer über Pflegeheime" war der Titel des Nachmittags.

In Deutschland gibt es rund 13 000 Pflegeheime mit über 850 000 Plätzen. Trotzdem wissen viele Menschen nur wenig über Heime. Vorurteile dominieren die Debatte. Seit früher hat sich aber viel verändert und auch manche Berichte in den Medien geben nur ausschnittsweise und zugespitzt den Alltag in den Seniorenzentren wieder. Deshalb entstehen Irrtümer, die nichts mit der Realität zu tun haben oder allenfalls Teilwahrheiten wiedergeben. Einige dieser Irrtümer hat Wolfram Scheffbuch von der Beratungsstelle für Hilfen im Alter bei seinem Vortrag im "Infocafé" vorgestellt.

So berichtete er, dass Heime keinesfalls immer große, unpersönliche Einrichtungen sein müssen. Ein durchschnittliches deutsches Pflegeheim betreut 63 Bewohner und durch abgegrenzte Wohnbereiche und den Einsatz von Präsenzmitarbeitern kann auch im Heim eine persönliche und individuelle Atmosphäre entstehen. Auch das Einzelzimmer ist inzwischen Standard und mittelfristig werden Doppelzimmer bis auf wenige Ausnahmen aus den Altenhilfeeinichtungen verschwinden. Altenberater Scheffbuch wies auch darauf hin, dass das Zimmer durchaus mit eigenen Möbeln, Bildern etc. individuell eingerichtet werden könne und auch der betreuende Arzt frei gewählt werden könne.

Auch die Frage der Kosten des Pflegeheimes griff Altenberater Scheffbuch auf. Der Tagessatz im Heim betrage zwischen 70 und 150 Euro je nach Einrichtung und Pflegestufe. Irrtum sei, dass immer die Kinder sich an den Heimkosten beteiligen müssten. Vielmehr müssten die Nachkommen nur nach Aufforderung durch das Sozialamt zahlen und dann auch nur, wenn deren Einkommen und Vermögen über den vorgegebenen hohen Selbstbehaltsätzen liege. Außerdem sei neben den Zuschüssen der Pflegeversicherung auch die Beantragung von Wohngeld für Heimbewohner möglich, was viele aber nicht wüssten.

Ausführungen über praktische Details rundeten den Vortrag ab. So sei es ein Irrtum, dass auch im Heim der Fernseher zum Rundfunkbeitrag angemeldet werden müsse und jeder Heimbewohner einen gültigen Personalausweis brauche. Wichtig außerdem der Hinweis dass es falsch sei, dass ein Auszug aus dem Pflegeheim kaum mehr möglich sei. Vielmehr gilt: Wenn die Pflege und die ärztliche Versorgung anderswo organisiert sei, könne jeder Bewohner bis zum dritten Werktag eines Monats zum Monatsende kündigen.

Das Infocafé klang aus mit dem schon zur Tradition gewordenen Kaffeetrinken. Die Reihe "Infocafé" wird fortgesetzt werden.

 

Mittwoch den 24. Februar 2016

"Der Mensch ist so alt wie seine Gefäße" im Infocafé Knittlingen

Der Krankenpflegeverein, der Seniorentreff und die Beratungsstelle für Hilfen im Alter haben wieder ihr Infocafé in der Cafeteria der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführt. Diesmal stand ein medizinisches Thema im Mittelpunkt: "Der Mensch ist so alt wie seine Gefäße" war der Titel des Nachmittags.

Ab einem Alter von etwa 25 Jahren beginnt der Mensch zu altern. Hierbei altern auch die Blutgefäße und es entstehen Ablagerungen an der Arterieninnenwand. Dieser Prozess läuft bei jedem in unterschiedlicher Geschwindigkeit ab und es kann sein, dass auch in hohem Alter noch Menschen intakte Gefäßinnenwände haben. Beginnende Durchblutungsstörungen in den Arterien werden oft nicht wahrgenommen, erst im späteren Verlauf zeigen sich erste Symptome. Indizien hierfür können etwa kalte oder sehr blasse Füße sein, der Hausarzt kann auch den Fußpuls und -blutdruck messen. Offensichtlich werden die Durchblutungstörungen dann, wenn nur wenige Meter ohne Schmerzen gelaufen werden können "Schaufensterkrankheit" oder wenn sogar ohne Belastung Schmerzen in den Beinen auftreten.

      

Über dieses Thema referierte Oberarzt Dr. Michael Lohmann vom Krankenhaus Mühlacker vor den Besuchern des "Infocafés" und verwies darauf, dass wesentlich mehr Menschen an Gefäßkrankheiten -wozu auch Herzinfarkt und Schlaganfall gehörten- sterben als an den gefürchteten Tumorerkrankungen. Deshalb sei es wichtig, rechtzeitig seinen Lebensstil anzupassen und bei den ersten Symptomen auch den Arzt aufzusuchen. Die Hälfte aller Amputationen in Deutschland könnte verhindert werden, wenn sich die Patienten rechtzeitig in Behandlung begeben würden. Zu den Ursachen der arteriellen Verschlusskrankheit gehörten laut Lohmann neben einer gewissen Veranlagung insbesondere hohe Blutfettwerte, Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Diabetes und das Rauchen.

In dem lebendig gestalteten und mit anschaulichen Bildern untermalten Vortrag stellte Gefäßspezialist Lohmann auch die möglichen Therapien bei der arteriellen Verschlusskrankheit vor. Neben der konservativen Therapie etwa mit Lauftraining und Medikamenten stellte er auch die Möglichkeit einer Ballonaufdehnung des Gefäßes und das Setzen von metallenen Gefäßstützen ("Stents") vor. Nur in schweren Fällen müsste eine große Operation mit der Legung eines Bypass erfolgen.

Ausführungen über Venenprobleme und Krampfadern rundeten den Vortrag ab. Behandlungsoptionen hier seien das regelmäßige Tragen von Kompressionsstrümpfen oder eine operative Behandlung. Unbehandelt könnten Thrombosen oder langwierige offene und schmerzhafte Wunden die Folge sein. Lohmann warnte: "Krampfadern sind nicht harmlos."

Das gut besuchte Infocafé klang aus mit dem schon zur Tradition gewordenen Kaffeetrinken. Die Reihe "Infocafé" wird fortgesetzt werden. Nächster Termin. Mittwoch, 18. Mai 2016

 

Mittwoch den 26. November 2015

Besuch des Städtischen Kindergartens Goethestraße in der Fauststadt-Seniorenwohnanlage

Beim letzten Kaffeemittag der Bewohner hatten sich die Kinder des städt. Kindergartens Goethestraße zu einem Besuch angekündigt. Mit ihrem Erzieherteam fanden 21 fröhliche Kinder den Weg in die Stephan-Gerlach-Straße.

      

Das Eis war sofort gebrochen, als alle miteinander zu Schere und Papier griffen und Sterne ausgeschnitten wurden. Mit den leuchtend gelben Sternen in der Hand sangen die Kinder das Lied
„Heute leuchten alle Sterne“. Anschließend wurde mit der Klanggeschichte „Drei Könige suchen das Christkind“ gemeinsam musiziert.

Nach einer kleinen Stärkung machten sich die Kinder wieder auf den Heimweg. Mit ihrem Kommen hatten sie den Bewohnern eine große Freude bereitet.

Wir sagen „Danke“ und sind gespannt auf den nächsten Besuch. (L-S)

 

Mittwoch den 14. Oktober 2015

"Das eigene Haus im Alter" im Infocafé Knittlingen

Der Krankenpflegeverein, der Seniorentreff und die Beratungsstelle für Hilfen im Alter wieder ihr Infocafé in der Cafeteria der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführt. Diesmal stand ein Thema für die Eigenheimbesitzer unter den Senioren im Mittelpunkt.

„Das eigene Haus im Alter-Geschenk oder Last?“ war der Titel des Nachmittags.

Knapp 69% der 65- bis 80-jährigen besitzen Immobilien, viele davon selbstbewohnte Einfamilienhäuser. Das eigene Haus ist eine der häufigsten Wohnformen gerade von Personen im Rentenalter. Viele machen sich deshalb auch Gedanken, ob sie im eigenen Haus bleiben wollen und was sie in ihr Haus investieren müssen, um selbstbestimmt weiter dort wohnen zu können. Andere überlegen, ob der Umzug in eine kleinere Wohnung, vielleicht sogar zur Miete, die bessere Wahl wäre.

Wolfram Scheffbuch von der Beratungsstelle für Hilfen im Alter griff in seinem Vortrag diese Fragen auf und erläuterte anhand einiger Punkte, wann ein eigenes Haus als Geschenk empfunden werden kann und wann es eher als Last erlebt wird. Hierbei verwies er auch darauf, dass ein Haus einem Menschen Identität und Heimat bieten könne, gerade wenn man schon sehr lange darin lebte. Es sei gleichsam eine "Vergegenständlichung" des tatsächlich gelebten Lebens. Deshalb sei vielen älteren Menschen der Verbleib im eigenen Haus auch so wichtig.

Aber auch die wirtschaftlichen Vorteile des Eigenheims wurden von Scheffbuch dargestellt. Ein Hausbesitzer habe definitiv mehr von seiner Rente, weil er keine Miete davon zahlen müsse. Es biete Schutz vor Eigenbedarfskündigungen und Finanzkrisen. Wenn doch ein Umzug in Seniorenwohnung oder Pflegeheim anstehe, könne das Haus verkauft werden und unabhängig von Sozialleistungen könne die beste Lösung gewählt werden. Mit dem Verkauf eines durchschnittlichen Hauses in Knittlingen könnten überschlägig die Pflegeheimkosten für 8,4 Jahre finanziert werden.

Ein Haus könne aber auch zur Last werden. Gerade im Fall von Alter und Krankheit, wenn Haus und Garten nicht mehr versorgt werden könnten und Treppen und Schwellen zu unüberwindbaren Hindernissen würden.

Altenberater Scheffbuch verwies hier auf die Möglichkeiten von Umbauten -etwa im Badezimmer - oder z.B. die Installation eines Treppenliftes.

Hierfür gebe es Zuschüsse und vergünstigte Darlehen von Pflegekasse und der Förderbank KfW. Unabhängig davon seien Nachteile am eigenen Haus oft auch die ungünstige Wohnlage und die größere Distanz zu Nachbarn, auf deren Hilfe man nicht selten angewiesen sei.

Ausführungen zu der Gefahr von Verschuldung rundeten den Vortrag ab. Im Gegensatz zum Mieter muss ein Eigenheimbesitzer, der seine Schulden nicht pünktlich bedient, immer damit rechnen, dass seine Gläubiger versuchen, auf das Haus zuzugreifen. Auch bei kleineren Summen könne eine Zwangsversteigerung veranlasst werden. Wer dies beachte, könne aber -gute Gesundheit vorausgesetzt- lebenslang im eigenen Haus wohnen.

In der anschließenden Diskussion wurden weitere Vor- und Nachteile des eigenen Hauses im Alter angesprochen. Deutlich wurde hierbei, dass ein Haus viel an Wert verlieren kann, wenn nicht ständig modernisiert werde.

Auch politische Vorgaben für Hausbesitzer könnten einen erhöhten Investitionsbedarf nach sich ziehen.

Das Infocafé klang aus mit dem schon zur Tradition gewordenen Kaffeetrinken. Die Reihe „Infocafé“ wird fortgesetzt werden.

 

Mittwoch den 22. April 2015

"Wenn das Heilmittel zum Suchtmittel wird" im Infocafé Knittlingen

Der Krankenpflegeverein, der Seniorentreff und die Beratungsstelle für Hilfen im Alter haben wieder ihr Infocafé in der Cafeteria der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführt.

Diesmal stand der missbräuchliche Konsum von Medikamenten im Mittelpunkt:: "Wenn das Heilmittel zum Suchtmittel wird" war der Titel des Nachmittags.

Etwa zwei Millionen Menschen in Deutschland sind medikamentenabhängig. Darunter vor allem Senioren. Dabei werden die Patienten nicht so offensichtlich auffällig wie Alkoholiker. Die Symptome der Abhängigkeit sind vielmehr unspezifisch, die Abhängigkeit wird verheimlicht und auch das Umfeld der Betroffenen verharmlost oft den auffälligen Konsum. Dabei ist der Mißbrauch von Arzneimitteln nicht ungefährlich. Viele Präparate haben ein hohes Abhängigkeitspotential, wie zum Beispiel die Benzodiazepine oder viele Psychopharmaka. Folge der Abhängigkeit können etwa Demenzsymptome oder auch häufige Stürze mit Verletzungsgefahr sein.

Über diese Problematik berichtete Sonja Huzenlaub von der Diakonischen Suchthilfe Mittelbaden den Besuchern des "Infocafés" und verwies darauf, dass viele ältere Menschen vor großen Herausforderungen stehen. Der Abschied vom Arbeitsplatz oder von der Elternrolle gehe oft einher mit zunehmenden insbesondere gesundheitlichen Krisen und der Erfahrung von Endlichkeit und Einschränkungen. Hinzu komme häufig der Verlust von Angehörigen oder gleichaltrigen Bezugspersonen durch den Tod. Wenn auch viele Senioren trotzdem vergleichsweise zufrieden seien, fühlten angesichts dieser Verluste viele Betroffene Angst und der Griff zur Pille sei ein willkommener Rettungsanker. Referentin Huzenlaub erläuterte aber auch, dass dieser Personenkreis gute Chancen auf Heilung der Abhängigkeit hätte, insbesondere im Vergleich zu Menschen, die schon in jungen Jahren von einem Suchtmittel abhängig seien.

In dem lebendig gestalteten mit Bildern und Filmeinspielungen unterbrochenen Vortrag empfahl Suchtexpertin Huzenlaub eine gute Vernetzung von Patient mit Arzt und Apotheker. Jährlich sollte der Medikamentenplan überprüft werden, auch um gefährliche Wechselwirkungen auszuschließen. Sie stellte auch die Einrichtungen der Suchthilfe in der Region vor, die von Betroffenen, aber auch von ihren Angehörigen aufgesucht werden könnten. Hierzu gehörten insbesondere die Beratungsstellen und die Selbsthilfegruppen. Besonders interessant: Bei der diakonischen Suchthilfe Mittelbaden ist ein Modellprojekt MOHI gestartet, das speziell für ältere Menschen aufsuchende Beratung und Behandlung bei Abhängigkeitserkrankungen anbietet. In diesem Rahmen werden etwa auch Hausbesuche bei Betroffenen durchgeführt.

Das Infocafé klang aus mit dem schon zur Tradition gewordenen Kaffeetrinken. Die Reihe "Infocafé" wird fortgesetzt werden. Nächster Termin. Mittwoch, 14. Oktober 2015

 

 

JHV Juni 2015

Mitgliederversammlung 2015 des Krankenpflegevereins Knittlingen

Vorstandschaft neu strukturiert – Mitgliedsbeitrag angehoben

Knittlingen (rh.) Die Vorstandschaft des Krankenpflegevereins Knittlingen wird neu strukturiert, dies hat die Mitgliederversammlung bei der turnusmäßigen Hauptversammlung dieser Tage in der Fauststadt-Seniorenwohnanlage einstimmig beschlossen. Damit soll der bisherige Vorsitzende Walter Zucker, der dieses Amt immerhin schon 16 Jahre lang bekleidet, spürbar entlastet werden. Dem Vorstand, zu dessen Vorsitzenden auf eine Amtszeit von drei Jahren erneut Walter Zucker gewählt wurde, besteht jetzt außerdem noch aus dem Stellvertreter (Hans Veit), der Kassiererin (Heike Arnold) sowie bis zu drei weiteren Mitgliedern (Gisela Dannecker, Heinz Hofmann, Daniel Escalante). Dazu kommen noch die beiden Pfarrer der Evangelischen und der Katholischen Kirchengemeinde, ein Vertreter der Stadt Knittlingen (derzeit Hauptamtsleiter Stephan Hirth) sowie die leitende Betreuungskraft der Senioren-Wohnanlage (derzeit Andrea Link-Schwab). Die anfallende Arbeit soll damit zukünftig auf verschiedene Schultern verteilt werden. Vereinsführung und Kontakt zum Personal der Seniorenwohnanlage obliegt dabei nach wie vor dem Vorstandsvorsitzenden Walter Zucker, Mitgliederverwaltung und die Verwaltung der Immobilie wird von Heinz Hofmann erledigt, die Finanzen von Heike Arnold sowie die Öffentlichkeitsarbeit von Pfarrer Hans Veit. Dieser war es auch, der den Mitgliedern das neue Konzept zuvor vorstellte und um die letztlich einstimmig gewährte Zustimmung warb. Zu Kassenprüfern wurden von der Versammlung außerdem die bisherigen Amtsinhaber Erna Lindner und Harald Michelmichel gewählt.

Zuvor konnte der amtierende Vorsitzende Walter Zucker erneut über eine ganze Menge an Arbeit berichten. Der Verein habe im abgelaufenen Jahr an etlichen Veranstaltungen teilgenommen, die nicht zuletzt auch der Werbung neuer Mitglieder dienten. Etwas enttäuschte zeigte er sich über die Resonanz einer in Zusammenarbeit der der Stadtverwaltung durchgeführten Fragebogenaktion zum Thema „Betreutes Wohnen zu Hause“. Hier seien lediglich 57 Antworten eingegangen, was letztlich in den Gremien zum Ergebnis geführt habe, dass bei dem relativ geringen Interesse wohl keine weiteren Aktivitäten in der Richtung notwendig seien. Der bisherige Schriftführer Heinz Hofmann musste der Versammlung für das Jahr 2014 einen Rückgang von 24 Mitgliedern vermelden. Zum Jahresende 2014 hatte der Krankenpflegeverein Knittlingen damit 479 Mitglieder, von denen knapp 88 Prozent über 60 Jahre alt seien. Deshalb sei eine weitere Werbeaktion erforderlich, um ähnlich wie 2012, wo man kräftig zulegen konnte, wieder neue Mitglieder zu gewinnen. „Wir sind auf neue Mitglieder angewiesen“, so Walter Zucker eindringlich, „um unsere Aufgaben auch in Zukunft erfüllen zu können.“

Eine ebenfalls negative Entwicklung der Vereinsfinanzen musste Kassiererin Heike Arnold vermelden, den durch eine geringere Auslastung der Senioren-Wohnanlage sowie durch erforderliche technische Anschaffungen verursachten Verlust könne man jedoch durch eine Entnahme aus der Rücklage ausgleichen. Nicht zuletzt deshalb stimmte die Versammlung auch dem Vorschlag des Vorstandes zu, den jährlichen Mitgliedsbeitrag ab 2015 von bislang 15,- auf 20,- Euro zu erhöhen. Dies sei die erste Anhebung seit über 20 Jahren, so Walter Zucker. Ansonsten wäre der Satzungszweck, die Unterstützung der Diakonie-Station Stromberg ernsthaft in Gefahr geraten. Diese, so Pflegedienstleiterin Gabriele Klingel, verrichte einen großen Teil ihrer Arbeit in Knittlingen. 83 der derzeit 183 Patienten wohnen in der Fauststadt und würden täglich in sechs Touren (am Wochenende vier) betreut. Die Arbeit nehme dabei ebenso zu wie auch die Aufgabenstellung. Mit dem hauswirtschaftlichen Dienst habe man ein neues Standbein geschaffen, für die häusliche Betreuung suche man deshalb auch ehrenamtliche Kräfte. Derzeit seien hier zwölf Frauen im Einsatz. Andrea Link-Schwab hatte zuvor auch ausführlich über die Arbeit der Betreuungskräfte in der Fauststadt-Seniorenwohnanlage berichtet. Das Jahr 2014 sei durch zahlreiche Aus- und Einzüge recht unruhig verlaufen, geselliger Höhepunkt sei für die Bewohner/innen der Ausflug ins Kaffeemühlenmuseum nach Wiernsheim gewesen. Überaus beliebt seien auch die angebotenen Aktivitäten mit Waltraud Morschek (Malgruppe) und Ella Meiser (Gymnastik). Gerne gesehene Gäste in der Einrichtung seien nach wie vor die Kinder des städtischen Kindergartens Goethestraße.

Abschließend nahm Vorstandsmitglied Pfarrer Hans Veit die Gelegenheit wahr, Walter Zucker, Heike Arnold und Heinz Hofmann für deren bisheriges großes Engagement im Krankenpflegeverein mit einem Weinpräsent zu danken.
   
Die Vorstandschaft des Krankenpflegevereins Knittlingen wurde bei der Mitgliederversammlung dieser Tage in etwas veränderter Funktion in ihren Ämtern bestätigt.

V.l.n.r.: Heinz Hofmann, Daniel Escalante, Andrea Link-Schwab, Heike Arnold, Gisela Dannecker, Walter Zucker und Pfarrer Hans Veit.

Foto: Haller

 

Mittwoch den 22. April 2015

"Kurzzeitpflege" im Infocafé Knittlingen

Der Krankenpflegeverein, der Seniorentreff und die Beratungsstelle für Hilfen im Alter haben wieder ihr Infocafé in der Cafeteria der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführt.

Diesmal stand ein Angebot für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen im Mittelpunkt: "Kurzzeitpflege" war der Titel des Nachmittags.

Kurzzeitpflege ist der befristete Aufenthalt in einem Pflegeheim für wenige Tage bis zu vier Wochen. Während dieser Zeit wird der Kurzzeitpflegegast umfassend versorgt, er erhält Hilfe bei der Körperpflege, die komplette Verpflegung sowie falls nötig Beaufsichtigung und Anleitung durch das Fachpersonal in der Einrichtung.

Wenn gewünscht, kann die Kurzzeitpflege auch über die vier Wochen hinaus verlängert werden. Geht der Aufenthalt über acht Wochen hinaus, wird ein anderer Vertrag geschlossen und die Zuschüsse der Pflegekasse werden anders berechnet.

Wolfram Scheffbuch von der Beratungsstelle für Hilfen im Alter in Mühlacker stellte in seinem Vortrag in der Seniorenwohnanlage klar, dass jeder Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen kann, also auch Personen, die keine Leistungen der Pflegeversicherung erhalten. So kann es etwa sinnvoll sein, sich in Kurzzeitpflege zu begeben, wenn die Angehörigen eines Sturzgefährdeten verreisen und dieser sonst wochenlang alleine zuhause wäre. Auch zum Beispiel zur Überbrückung der Zeit nach einer ambulanten Operation könne Kurzzeitpflege eine Option sein.

Altenberater Scheffbuch wies darauf hin, dass Personen, die bei der Pflegeversicherung eingestuft sind oder deren erheblicher Betreuungsbedarf anerkannt ist, einen Anspruch auf einen Zuschuss der Pflegekasse zur Kurzzeitpflege von bis zu 1612 Euro für maximal 28 Tage im Jahr haben. Diesen Zuschuss rechnet das Heim direkt mit der Kasse ab.

Für den Restbetrag erhalte der Kurzzeitpflegegast eine Privatrechnung.

Diese Rechnung könne wiederum bei der Pflegekasse eingereicht werden und unter bestimmten Voraussetzungen könne so ein Kurzzeitpflegeaufenthalt sogar komplett von der Pflegeversicherung finanziert werden. Sollten diese Voraussetzungen nicht vorliegen und jemand habe Schwierigkeiten, seine Kurzzeitpflege-Eigenanteile zu bezahlen. gebe es noch die "Hilfe zur Pflege" durch das Sozialamt. Voraussetzung hierbei: Es dürfe bei einer Einzelperson kein Vermögen von mehr als 2600 Euro vorhanden sein.

Ausführungen zu den Einrichtungen in Knittlingen und der Region rundeten den Vortrag ab. Hierbei wurde auch darauf hingewiesen, dass für eine Kurzzeitpflege weder eine langfristige Voranmeldung nötig sei noch müsse sie vom Arzt genehmigt werden. Wenn absehbar sei, dass Kurzzeitpflege benötigt wird, solle man einfach die Pflegeeinrichtung anrufen.

Das Infocafé klang aus mit dem schon zur Tradition gewordenen Kaffeetrinken. Die Reihe "Infocafé" wird fortgesetzt werden.

 

Mittwoch den 28. Januar 2015

"Wenn Kinder für ihre Eltern zahlen müssen" im Infocafé Knittlingen

Der Krankenpflegeverein, der Seniorentreff und die Beratungsstelle für Hilfen im Alter haben wieder ihr Infocafé in der Cafeteria der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführt. Diesmal stand die gesetzliche Unterhaltspflicht im Mittelpunkt: "Wenn Kinder für ihre Eltern zahlen müssen" war der Titel des Nachmittags.

Herr Zucker, Frau Buaer, Herr ScheffbuchEigentlich ist es klar: Eltern zahlen für ihre Kinder, bis diese groß sind und für sich selbst sorgen können. Doch im Alter kann sich das umkehren: Eltern werden hilfsbedürftig, sie brauchen Pflege - zuhause oder im Heim. Zuerst zahlen dann die Eltern die Pflegekosten selbst aus Einkommen und Vermögen und auch die Pflegeversicherung übernimmt einen Teil. Doch wenn das eigene Geld aufgebraucht ist, müssen die Eltern beim Sozialamt einen Antrag auf "Hilfe zur Pflege" stellen. Das Amt wird auch grundsätzlich beim Vorliegen aller Voraussetzungen die nicht gedeckten Pflegekosten zahlen, - aber nicht ohne zu fragen, ob unterhaltspflichtige Kinder vorhanden sind. Sobald Kinder vorhanden sind, wird die Behörde diese anschreiben und Auskunft über deren Einkommen und Vermögen fordern. Aufgrund dieser Informationen wird festgelegt, ob und in welcher Höhe die Kinder Unterhalt zahlen müssen.

Über diesen "Elternunterhalt" berichtete Mona Bauer vom Sozial- und Versorgungamt des Enzkreises den Besuchern des "Infocafés" und verwies darauf, dass von der Behörde nur die Kinder, aber keine Enkel oder Schwiegerkinder zum Unterhalt herangezogen würden. Die Schwiegerkinder müssten nur ihr Einkommen angeben, um zu ermitteln, wer in welchem Umfang zum Familienunterhalt beitrage. Die Referentin Bauer erläuterte auch, welche Beträge zum anzurechnenden Einkommen der Kinder dazugehörten und welche Summen abgesetzt werden könnten. So könnten zum Beispiel der Unterhalt für minderjährige Kinder, der Aufwand für Kredite, die vor dem Pflegefall abgeschlossen wurden und auch Aufwendungen für die eigene Altersvorsorge abgezogen werden.

Keinesfalls müsse mehr Unterhalt gezahlt werden als tatsächlich vom Sozialamt an Pflegekosten ausgezahlt werde. Normalerweise müsse nur Unterhalt aus Einkommen gezahlt werde. Grundsätzlich sehe das Gesetz aber vor, dass Kinder auch Unterhalt aus Vermögen zahlen müssten. In der Praxis komme das jedoch nur selten vor.

In dem lebendig gestalten Vortrag konnte Unterhaltsexpertin Bauer die zahlreichen Besucher beruhigen: Häufig müssten die Kinder gar nicht zum Unterhalt beitragen, weil die Selbstbehalte hoch angesetzt seien. So müsse etwa ein alleinstehendes zur Miete wohnendes Kind, mit einem Monatsnettoeinkommen von unter 1800 Euro in der Regel nicht für den Elternunterhalt aufkommen. Außerdem stellte sie klar: Wenn mehrere Kinder vorhanden sind, muss nicht jeder gleichviel für die Eltern zahlen, sondern der Unterhalt wird individuell für jeden nach Leistungsfähigkeit festgelegt.

Das Infocafé klang aus mit dem schon zur Tradition gewordenen Kaffeetrinken. Die Reihe "Infocafé" wird fortgesetzt werden. Nächster Termin. Mittwoch, 22. April 2015

 

Mittwoch den 01. Oktober 2014

"Pflegestufe abgelehnt - was tun?“ im Infocafé Knittlingen

Der Krankenpflegeverein, der Seniorentreff und die Beratungsstelle für Hilfen im Alter haben wieder ihr Infocafé in der Cafeteria der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführt. Diesmal stand ein Thema für die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen im Mittelpunkt.

„Pflegestufe abgelehnt -was tun?“ war der Titel des Nachmittags.

Mehr als jeder dritte Antragssteller auf ambulante Pflegeleistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung wird von den Gutachtern des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) als nicht pflegebedürftig eingestuft und erhält keine Leistungen. Manche Anträge werden gestellt, obwohl kein Hilfebedarf vorliegt, bei anderen verbessert sich der Gesundheitszustand zwischen Antragstellung und Begutachtung rasch und der Antrag hat sich erledigt. Aber es gibt auch Fälle, wo zu Unrecht Leistungen verweigert werden, etwa weil wichtige Sachverhalte beim Besuch des Gutachters nicht zur Sprache kommen.

Wolfram Scheffbuch von der Beratungsstelle für Hilfen im Alter erläuterte in seinem Vortrag, welche Kriterien tatsächlich ausschlaggebend für die Bewilligung einer Pflegestufe sind. Wichtig sei hierbei ein nachgewiesener Pflegebedarf in der Grundpflege von mindestens 46 Minuten täglich. Zur Grundpflege gehörten beispielsweise Waschen, Baden, Duschen, An- und Ausziehen und die Hilfe bei Ausscheidungen. Ein Hilfebedarf im Haushalt oder medizinische Maßnahmen wie Verbände und Medikamentengabe seien nicht entscheidend für die Bewilligung einer Pflegestufe.

Bestimmte Leistungen der Pflegeversicherung seien auch für Personen mit demenziellen oder anderen psychischen Erkrankungen reserviert. Um diese Leistungen zu erhalten müssten mindestens zwei Kriterien aus einem Katalog mit 13 Punkten von dem MDK-Gutachter als zutreffend definiert werden.

Wichtig sei, so Altenberater Scheffbuch, dass der Pflegebedürftige tatsächlich auch von einem Pflegedienst oder einer Privatperson gepflegt werde. Sonst könne die Pflegekasse die Leistungen verweigern. Auch wenn ein vorrangiger Kostenträger wie die gesetzliche Unfallversicherung oder das Versorgungsamt zuständig seien, gebe es keine Zahlungen von der Pflegeversicherung.

Ausführungen über die Möglichkeit eines Widerspruches rundeten den Vortrag ab. Bevor ein Widerspruch eingelegt werde, sollte jedoch das Gutachten des MDK angefordert werden und die Gründe für die Ablehnung der Pflegestufe geklärt werden. Es sei zu empfehlen, den Widerspruch ausführlich zu begründen und etwa ein Pflegetagebuch, in dem die genauen Zeiten der geleisteten Pflege dokumentiert sind, beizufügen. Zum Schluss wies Scheffbuch darauf hin: Wenn trotz eines gut begründeten Widerspruchs die Kasse bei der Ablehnung bleibe, könne kostenlos vor dem Sozialgericht geklagt werden. Und: Bei Bedürftigen gebe es immer auch noch die Möglichkeit, bestimmte Pflegeleistungen vom Sozialamt erstattet zu bekommen, wenn die Pflegekasse ablehne.

Das Infocafé klang aus mit dem schon zur Tradition gewordenen Kaffeetrinken. Die Reihe „Infocafé“ wird fortgesetzt werden.

Mittwoch den 04. Juni 2014

"Steuern im Ruhestand?“ im Infocafé Knittlingen

Der Krankenpflegeverein, der Seniorentreff und die Beratungsstelle für Hilfen im Alter haben wieder ihr Infocafé in der Cafeteria der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführt. Diesmal stand die Steuerpflicht von Senioren im Mittelpunkt: "Steuern im Ruhestand?" war der Titel des Nachmittags.

Auch Rentner und Pensionäre sind grundsätzlich steuerpflichtig. Hierbei sind nicht nur Renten und Pensionen zu betrachten, sondern auch Kapital- und Mieteinkünfte sind steuerpflichtig und der Finanzverwaltung zu melden. Der Steuerberater Alexander Kempf, Mitglied im Vorstand der Steuerberaterkammer Nordbaden, erläuterte deshalb in seinem Vortrag im "Infocafé" einige wichtige Punkte in diesem Zusammenhang.
Zuerst erklärte er die verschiedenen Einkunftsarten. Während bei Pensionen immer schon direkt von der auszahlenden Stelle Steuern einbehalten werden, ist dies bei der gesetzlichen Rente anders. Wenn der zu versteuernde Anteil der Rente über dem Freibetrag liegt, muss eine Steuererklärung gemacht werden. Auch wenn andere Einkünfte etwa aus Vermietung einer Wohnung oder aus Wertpapiergeschäften erzielt werden, muss dies angegeben werden und eine Steuererklärung gemacht werden. Als Faustregel nannte Kempf: Wenn ein Altersrentner mehr als 12500 Euro Brutto-Jahreseinkommen erzielt, dann sollte er prüfen, ob er eine Steuererklärung machen muss. Um dies zu klären, sei ein Gespräch beim Steuerberater sinnvoll.
Im weiteren Verlauf schilderte Steuerexperte Kempf aber auch Möglichkeiten, die Steuerlast zu mindern: Zum Beispiel, indem man Sonderausgaben wie Versicherungen oder Spenden vom zu versteuernden Einkommen absetze oder indem man Freibeträge etwa für Schwerbehinderte in Anspruch nehme. Deshalb sei für Behinderte auf einen gültigen Schwerbehindertenausweis zu achten. Belege etwa Krankheitskosten könnten gesammelt werden und etwa als "außergewöhnliche Belastungen" eingereicht werden. Besonders steuermindernd: Ausgaben für Handwerkerarbeiten und "haushaltsnahe Dienstleistungen" könnten in der Steuererklärung geltend gemacht werden, wenn eine Rechnung mit ausgewiesenen Arbeitskosten vorliege und der Betrag unbar gezahlt worden sei. Hierbei seien "haushaltsnahe Dienstleistungen" nicht nur die Putzfrau, sondern auch etwa die Kosten für den Koch vom Partyservice beim 70. Geburtstag.
In seinem launig und abwechslungsreich vorgetragenen Referat gab Kempf viele Tipps und Hinweise, die für die anwesenden Ruheständler hilfreich waren. Zahlreiche Rückfragen bewiesen das Interesse der Besucher. Am Schluss war allen klar: Es lohnt sich nicht, abzuwarten, bis der Brief vom Finanzamt kommt, sondern lieber aktiv prüfen, ob und wieviel Steuern man zahlen muss. Auch eine Erstattung zu viel gezahlter Steuern kann dann die erfreuliche Folge sein.

Das Infocafé klang aus mit dem schon zur Tradition gewordenen Kaffeetrinken. Die Reihe "Infocafé" wird fortgesetzt werden. Nächster Termin. Mittwoch, 1. Oktober 2014

Jahreshauptversammlung im April 2014

Mitgliederversammlung des Krankenpflegevereins Knittlingen: Aufbau eines sozialen Netzwerkes und Mitgliederwerbung als Hauptaufgaben

Knittlingen (rh.) Über eine ganze Menge an Arbeit konnte Walter Zucker, Vorsitzender des Krankenpflegevereins Knittlingen seinen Mitgliedern dieser Tage bei der in der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführten Jahreshauptversammlung berichten. In seiner bislang 15jährigen Tätigkeit als Vorsitzender sei 2013 wohl das intensivste Geschäftsjahr gewesen. Schwerpunkt der Arbeit sei es nach wie vor, neue Mitglieder zu gewinnen. Dies sei auch durchaus gelungen, Schriftführer Heinz Hofmann konnte der Versammlung für die beiden vergangenen Jahre einen Zuwachs von immerhin 84 neuen Mitgliedern vermelden. Zum Jahresende 2013 hatte der Krankenpflegeverein Knittlingen damit 503 Mitglieder. Mit einem neuen Werbeflyer, den Walter Zucker den Versammlungsteilnehmern vorstellte, wolle man neben der Vorstellung der zahlreichen Aufgaben des Vereins natürlich auch wieder neue Mitglieder gewinnen. „Wir sind auf neue Mitglieder angewiesen“, so Walter Zucker eindringlich, „um unsere Aufgaben auch in Zukunft erfüllen zu können. In diesem Jahr werde sich die Vorstandschaft verstärkt mit dem demografischen Wandel und der damit zusammenhängenden Frage befassen, „was wir in Knittlingen für älter werdende Menschen tun können und müssen“. Ansatzpunkt sei hier das betreute Wohnen zu Hause mit den Schlagworten „Alternative Wohnformen für ältere Menschen, selbständiges und selbst bestimmtes Wohnen zu Hause und solange wie möglich sowie mit Hilfe anderer länger zu Hause wohnen“. Dies sei eine neue Aufgabe für den Krankenpflegeverein, der im betreuten Wohnen in der Fauststadt-Wohnanlage ja bereits langjährige Erfahrung und auch entsprechende Kompetenz besitze. Doch der Krankenpflegeverein könne die hierfür notwendige Organisation sicherlich nicht alleine leisten, deshalb sei hier die ideelle und auch die finanzielle Unterstützung der Kommune Grundvoraussetzung. Außerdem bedürfe es auch einer vielschichtigen Zusammenarbeit mit den Kirchen, der Diakonie, dem DRK, den Vereinen und so weiter. Das heiße „es muss hier in Knittlingen ein soziales Netzwerk gestrickt werden, das auf einer breiten Basis aufgebaut ist“. Dies werde schon in naher Zukunft eine große Herausforderung nicht nur für den Krankenpflegeverein sein, sondern auch für alle, die an diesem neu zu gestaltenden sozialen Netzwerk mitwirken wollen bzw. sollen.

„Ich träume davon“, so Walter Zucker abschließend, „dass wir Ihnen bei der Mitgliederversammlung 2015 schon über einen positiven Start des Projekts Betreutes Wohnen zuhause berichten können.

Eine positive Entwicklung der Vereinsfinanzen konnte auch Kassiererin Heike Arnold vermelden, wenn dies auch nur ein ausgeglichenes Ergebnis bedeute.

Andrea Link-Schwab berichtete danach ausführlich über die Arbeit der Betreuungskräfte in der Fauststadt-Seniorenwohnanlage. 2013 sei dabei wieder recht abwechslungsreich verlaufen, am beliebtesten seien nach wie vor die Kaffeenachmittage, die gesellige Runde mit Walter Zucker sowie das gemeinsame Frühstück. Die von Waltraud Morschek betreute Malgruppe konnte im November im Rahmen einer Bilderausstellung bereits ihr 15jähriges Jubiläum feiern. Auch das viermal im Jahr durchgeführte Infocafé mit Wolfgang Scheffbuch von der Beratungsstelle Hilfen im Alter komme jeweils sehr gut an, ein Großteil der Zuhörer komme sogar von außerhalb. Der angebotene Spielenachmittag stieß leider auf keine große Resonanz, dafür werde die von Ella Meiser geleitete Gymnastikstunde gut besucht und mache auch allen großen Spaß. Gerne gesehene Gäste in der Einrichtung seien nach wie vor die Kinder des städtischen Kindergartens Goethestraße.

Abschließend nahm Vorstandsmitglied Pfarrer Hans Veit die Gelegenheit wahr, dem Vorsitzenden Walter Zucker für dessen großes Engagement im Krankenpflegeverein mit einem Weinpräsent zu danken. (rh)

Mittwoch den 22. Januar 2014

"Hilfe - ich muss ins Krankenhaus“ im Infocafé Knittlingen

Der Krankenpflegeverein, der Seniorentreff und die Beratungsstelle für Hilfen im Alter haben wieder ihr Infocafé in der Cafeteria der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführt. Diesmal standen praktische Hinweise rund ums Thema Krankenhaus im Mittelpunkt:

"Hilfe - ich muss ins Krankenhaus" war der Titel des Nachmittags.

Über 18 Millionen Krankenhausbehandlungen werden jährlich in Deutschland gezählt. Viele davon betreffen ältere Patienten, für die der Klinkaufenthalt einen großen Einschnitt bedeutet. Insbesondere Alleinstehende müssen viel im Vorfeld organisieren, damit Haus oder Wohnung versorgt sind. Aber etwa auch bei Ehepaaren kann ein Krankenhausaufenthalt viel Vorbereitung erfordern, z.B. wenn der pflegende Angehörige in die Klinik muss und jemand für die Versorgung des hilfsbedürftigen Partners gefunden werden muss.

Wolfram Scheffbuch von der Beratungsstelle für Hilfen im Alter in Mühlacker erläuterte in seinem Vortrag, welche Vorbereitungen im Vorfeld getroffen werden können. Neben leicht umzusetzenden Tipps (Kühlschrank leeren, Briefkasten- und Wohnungsschlüssel an Familie oder Nachbarn geben) empfahl er auch, vorsorglich immer einen gepackten Koffer für unvorhergesehene Klinikeinweisungen bereitstehen zu lassen. Daneben wies er darauf hin, dass es gut sei, wenn eine Vertrauensperson bevollmächtigt sei. Diese könne dann während des Klinikaufenthaltes nicht nur notwendige Alltagsgeschäfte wie das Zahlen der Wasserrechnung regeln, sondern auch über medizinische Behandlungen entscheiden, falls man selbst krankheitsbedingt dazu nicht mehr in der Lage sei.

Auch die Fahrt in die Klinik war Thema des Vortrags. Bei Bedarf könne der einweisende Arzt einen Transportschein für Taxi oder Krankenwagen ausstellen. Die Krankenkasse übernehme dann ohne vorherige Genehmigung die Fahrtkosten abzüglich der gesetzlichen Zuzahlung. Außerdem berichtete Altenberater Scheffbuch über Einzel- und Doppelzimmerzuschläge in den Kliniken. Auch wer keine Zusatzversicherung besitze, könne Wahlleistungen in Anspruch nehmen. So könne im Krankenhaus Bretten schon ab 20 Euro Zuschlag täglich ein Bett im Doppelzimmer beansprucht werden.

Ausführungen zu Besuchsdiensten, Seelsorge und Krankenhaussozialdienst sowie zu nachstationären Hilfen wie ambulante Hilfen oder Essen auf Rädern rundeten den Vortrag ab. Interessant war der Hinweis auf die Krankenhauszuzahlung für gesetzlich Versicherte in Höhe von 10 Euro täglich. Patienten, die schon einen Befreiungsausweis für das Kalenderjahr besäßen, sollten diesen bei der Aufnahme vorlegen. Dann werde keine Zuzahlung berechnet.

Das Infocafé klang aus mit dem schon zur Tradition gewordenen Kaffeetrinken. Die Reihe "Infocafé" wird fortgesetzt werden.

 

 

Mittwoch den 02. Oktober 2013

"Arzneitherapie im Alter“ im Infocafé Knittlingen

Der Krankenpflegeverein, der Seniorentreff und die Beratungsstelle für Hilfen im Alter haben wieder ihr Infocafé in der Cafeteria der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführt. Diesmal standen die tagtäglich eingenommenen Medikamente im Mittelpunkt.

„Arzneitherapie im Alter“ war der Titel des Nachmittags.

Der Referent, Oberarzt Dr. Jakob Fäßler von der Rechbergklinik Bretten ist dort ärztlicher Leiter des geriatrischen Schwerpunktes. Plastisch stellte er dar, wie empfindlich ältere Menschen gegen Nebenwirkungen von Arzneimittel sind. Laut Fäßler veränderten sich im Alter Säure und Enzyme im Magen und Leber und Niere bauten Medikamente langsamer ab als bei jungen Menschen, so dass die Dosierung bei Senioren oft anders festgesetzt werden müsse. Selbst eine Halbierung der Dosis sei manchmal angebracht.

Wichtig bei der Medikation sei, so der Referent, eine gute Nutzen-Schaden-Abwägung. Verwirrtheit und Stürze seien häufige Nebenwirkungen etwa bei Antidepressiva und Neuroleptika und hätten oft dramatische Folgen bei älteren Patienten. Deshalb sollte der Arzt bei der Verschreibung darauf Rücksicht nehmen und gegebenenfalls Präparat oder Dosierung anpassen.

Arzneiexperte Fäßler warnte auch davor, zu viele Medikamente gleichzeitig zu nehmen: „Ab 5 Tabletten kann man nicht mehr sicher voraussagen, wie sich Wirkung und Nebenwirkung verhalten.“ Manchmal komme es auch zu Verschreibungsfehlern, wenn Nebenwirkungen des einen mit mit einem anderen Präparat behandelt werden So verursache manches Schmerzmittel hohen Blutdruck, der bisweilen dann mit einem zusätzlichen Blutdruckmittel behandelt werde, anstatt das verursachende Präparat abzusetzen.

In dem lebendigen und fesselnden Vortrag gab es auch ganz praktische

Hinweise: Antibiotika solle man nie zusammen mit Milch einnehmen, Kaffee verstärke die Wirkung von Schmerzmitteln, könne aber auch die Wirkung von Psychopharmaka aufheben, bei starken Rauchern werden die Medikamente schneller von der Leber abgebaut als gewöhnlich. Abgerundet wurde der Vortrag von einer Fragerunde, in der die Zuhörer Hinweise zu ihrer eigenen Medikation erhalten konnten.

Das gut besuchte Infocafé klang aus mit dem schon zur Tradition gewordenen Kaffeetrinken. Die Reihe "Infocafé" wird fortgesetzt werden.

Mittwoch den 11. Juli 2013

"Zusätzlich abgesichert" im Infocafé Knittlingen

Der Krankenpflegeverein, der Seniorentreff und die Beratungsstelle für Hilfen im Alter haben wieder ihr Infocafé in der Cafeteria der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführt. Diesmal standen private Kranken- und Pflegezusatzversicherungen im Mittelpunkt:

"Zusätzlich abgesichert" war der Titel des Nachmittags.

Der Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung hat Lücken. Für Arzneimittel, Hilfsmittel und Krankenhaus müssen Zuzahlungen geleistet werden. Nicht verschreibungspflichtige Medikamente, Brillen und Fahrtkosten zur ambulanten Behandlung müssen von vielen Versicherten aus eigener Tasche gezahlt werden. Und auch die gesetzliche Pflegeversicherung ist nur eine "Teilkaskoversicherung". Gerade bei hohem Betreuungsaufwand decken die Zahlungen der Pflegekassen nur einen Teil der Kosten der ambulanten Pflege oder der Pflegeheimrechnungen ab.

Private Zusatzversicherungen versprechen, diese Lücken zu schließen.

Wolfram Scheffbuch von der Beratungsstelle für Hilfen im Alter in Mühlacker stellte in seinem Vortrag in der Seniorenwohnanlage die Vielfalt der angebotenen Zusatzversicherungen vor. Darunter die populäre Krankenhauszusatzversicherung mit Chefarztbehandlung und Einzelzimmer genauso wie ambulante Leistungspakete mit Übernahme der Kosten für Heilpraktiker und gesetzliche Zuzahlungen sowie die Zahnersatz- und Brillenzusatzversicherung. Auch die verschiedenen privaten Pflegezusatzversicherungen wurden vorgestellt. Besonders interessant hierbei die gesetzlich geförderte "Pflege-Bahr"-Versicherung, die ohne Gesundheitsprüfung und Leistungsausschlüsse Leistungen für alle drei Pflegestufen vorsieht. Deutlich wurde, dass die Angebote der verschiedenen Versicherer oft schwer zu vergleichen sind, auch wird oft nur ein Teil der Kosten erstattet oder es sind Höchstbeträge pro Jahr für bestimmte Leistungen vorgesehen.

Altenberater Scheffbuch wies darauf hin, dass mit steigendem Lebensalter auch die Beiträge bei neu abgeschlossenen Zusatzversicherungen steigen,

so dass diese in keinem Verhältnis mehr zu den gebotenen Leistungen stünden. Manchmal sei es besser, für bestimmte Risiken regelmäßig Geld zurückzulegen, statt eine Versicherung abzuschließen. Nur existenzielle Risken müsse man per Versicherung absichern, ansonsten solle man sich nur versichern, wenn man von den angebotenen Leistungen überzeugt sei.

In bestimmten Fällen - z.B. bei umfassenden Zahnzusatzversicherungen oder bei einer Brillenversicherung für 10 Euro im Jahr - sei das Preis-Leistungs-Verhältnis aber durchaus attraktiv.

Ausführungen zu den Leistungen der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung rundeten den Vortrag ab. Hierbei wurde auch auf die Sozialhilfe hingewiesen, die bei bedürftigen Personen beispielsweise die gesamten ungedeckten Pflegeheimkosten einschließlich eines Taschengeldes von 103,14 Euro übernehmen könne. Besondere Erwähnung fand auch die Härtefallregelung beim Zahnersatz. Wer unter 1078 Euro Bruttoeinkommen hat, erhält Zahnersatz der Regelversorgung völlig kostenlos.

Das Infocafé klang aus mit dem schon zur Tradition gewordenen Kaffeetrinken. Die Reihe "Infocafé" wird fortgesetzt werden.

 

Mittwoch den 26. April 2013

Jahreshauptversammlung des Krankenpflegevereins Knittlingen:
Unterstützung der Diakoniestation und Mitgliederwerbung als Hauptaufgaben – langjährige Pflegekräfte geehrt

Knittlingen (rh.) Über eine ganze Menge an Arbeit konnte Walter Zucker, Vorsitzender des Krankenpflegevereins Knittlingen seinen Mitgliedern dieser Tage bei der in der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführten Jahreshauptversammlung berichten. Ein wichtiger Teil ist dabei nach wie vor die Unterstützung bei der Betreuung der Anlage, die seit 1996 Teil der Diakoniestation Stromberg ist. So übernimmt der Krankenpflegeverein seit dem vergangenen Jahr die monatlichen Leasingraten für das in der Fauststadt eingesetzte Fahrzeug. Der Vorstand, so Zucker, habe vor kurzem beschossen, diese Unterstützung auch in 2013 zu leisten. Eine weitere Unterstützung konnte erst vor wenigen Tagen auch dem Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes für die Erstellung dessen Fahrzeughalle überreicht werden. Erfreulich für den Verein sei auch die kürzlich vom Amtsgericht in unverändertem Wortlaut anerkannte Satzung, die von der letzten Mitgliederversammlung beschlossenen worden war. Jetzt müsse deren Inhalt auch mit Leben gefüllt werden. Wichtig sei deshalb vor allem die Gewinnung neuer Mitglieder.

Für deren 25jährige Tätigkeit für den Krankenpflegeverein Knittlingen bzw. die Diakoniestation Stromberg überreichte Vorsitzender Walter Zucker (mitte) an Carmen Merten, Anne Beckert, Gisela Dannecker und Andrea Link-Schwab (v.l.n.r.) Blumenpräsente.

Denn der 2004 noch über 600 Angehörige verfügende Krankenpflegeverein sei bis Ende 2011 auf nur mehr 463 Mitglieder geschrumpft. In einer Grafik verdeutlichte Zucker, dass über ein Drittel dieser Mitglieder, genau 145 über 80 Jahre alt. Bei den über 70jährigen liegt die die Quote bei nahezu 70 Prozent. Deshalb sei man bereits seit dem Sommer 2012 mit einem eigens gestalteten Flyer verstärkt in die Werbung und damit die Gewinnung neuer Mitglieder eingetreten. Bereits bei der ersten Vorstellung dieses Flyers im September 2013 im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes im Pfleghof konnte man 20 spontane Eintritte verbuchen. „Und nachdem dieser im März diesen Jahres an alle Haushalte in der Kernstadt verteilt wurde“, so Walter Zucker, „gab es nochmals einen positiven Schub“. Seit Beginn der Aktion konnten 72 neue Mitglieder begrüßt und damit die Zahl 500 wieder überschritten werden. Dennoch, so der Vorsitzende, habe er den Traum, die Zahl 600 von 2004 wieder zu erreichen. Dafür warb er um die tatkräftige Unterstützung der Mitglieder in deren Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis.

Einstimmig hat die Versammlung nach den Vorgaben der neuen Satzung den zuvor vom Vorstand beschlossenen Mitgliedsbeitrag mit 15,- Euro pro Jahr bestätigt, Ehepaare gelten dabei als Einzelmitglieder. Höhere Beiträge seien freiwillig natürlich jederzeit möglich.

Andrea Link-Schwab berichtete danach ausführlich über die ihre Arbeit der Betreuungskräfte in der Fauststadt-Seniorenwohnanlage. 2012 sei dabei wieder recht abwechslungsreich verlaufen, am beliebtesten seien nach wie vor die Kaffeenachmittage, die gesellige Runde mit Walter Zucker sowie das gemeinsame Frühstück. Die von Waltraud Morschek betreute Malgruppe treffe sich nun schon seit 15 Jahren jeden Monat. Im November werde diese ihre Arbeiten im Rahmen einer Bilderausstellung auch öffentlich machen. Andrea Links-Schwab bedankte sich in diesem Zusammenhang bei Frau Morschek für deren anhaltendes Engagement. Auch das viermal im Jahr durchgeführte Infocafé mit Wolfgang Scheffbuch von der Beratungsstelle Hilfen im Alter komme jeweils sehr gut an, der Großteil der Zuhörer komme sogar von außerhalb. Wie die Bewohner würden natürlich auch die Interessen an den verschiedenen Angeboten wechseln, so Andrea Link-Schwab. Deshalb würde man immer wieder über neue Angebote nachdenken und diese auch präsentieren. So werde man dieses Jahr einen Spielenachmittag einführen, während auch die Kinder des Kindergartens Goethestraße als gerne gesehene Gäste wieder vorbeischauen.

Abschließend nahm Walter Zucker schließlich auch noch die Gelegenheit wahr, vier Pflegekräften, die allesamt am 1. Januar 1988 vom Krankenpflegeverein „in dessen wohl aktivster Zeit als Gemeinde-Krankenschwestern“ eingestellt wurden und überwiegend noch im Pflegebezirk Knittlingen tätig sind, für deren 25jähriges Dienstjubiläum zu ehren. An Gisela Dannecker, zwischenzeitlich in den Vorstand gewechselt, Anne Beckert, Carmen Merten und Andrea Link-Schwab überreichte er je ein Blumenpräsent.

 

Mittwoch den 08. Mai 2013

"Sicher fit unterwegs“ im Infocafé Knittlingen

Der Krankenpflegeverein, der Seniorentreff und die Beratungsstelle für Hilfen im Alter haben wieder ihr Infocafé in der Cafeteria der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführt. Diesmal stand die Verkehrssicherheit im Mittelpunkt: "Sicher fit unterwegs - Senioren im Straßenverkehr" war der Titel des Nachmittags.

Wolfram Scheffbuch, Vater und Sohn Berchtold (v.l.n.r.)

Auch Senioren sind Teilnehmer am Straßenverkehr. Ob als Fußgänger, Radfahrer oder unterwegs mit dem Auto: Immer ist es wichtig, auf dem aktuellen Stand der Verkehrsregeln zu sein und auch zu wissen, wie man sich sicher auf Straße und Gehweg bewegt. Andreas Berchtold und Klaus Berchtold von der Verkehrswacht Pforzheim und Enzkreis erläuterten deshalb in ihrem Vortrag im "Infocafé" einige wichtige Punkte in diesem Zusammenhang.

Zuerst ging es darum, wie man sicher als Fußgänger an sein Ziel gelangt. Oft sei es besser an einer unübersichtlichen Stelle einen kleinen Umweg zu nehmen, als den direkten Weg -etwa zwischen zwei haltenden Bussen hindurch- anzusteuern. Anhand von Fotos bekannter Knittlinger Kreuzungen zeigten die Referenten die Möglichkeiten auf, wo man gefahrlos die Straßenseite wechseln kann. Gut seien "Querungshilfen", die als kleine Mittelinseln den Fußgängern ermöglichten, die Straße abschnittsweise zu überqueren. Allerdings hätten hier die Autos Vorfahrt - anhalten müsse der Verkehr nur bei Zebrastreifen oder Fußgängerampeln.

Vater und Sohn Berchtold erläuterten im weiteren Verlauf, wie man als Fußgänger und Radfahrer auch im Dunkeln richtig ausgestattet sein sollte. Helle Kleidung mit Reflektoren sei wichtig. Bei den Radfahrern sei außerdem auf eine funktionierende Lichtanlage zu achten, das Tragen eines Helmes wird dringend empfohlen.

Ausführungen zum Verhalten an Bushaltestellen und zum Umgang mit dem Rollator im Linienbus (immer rückwärts aussteigen) rundeten den Vortrag ab. Interessant war der Hinweis, dass man mit dem Elektrorollstuhl frei zwischen der Benutzung von Straße und Gehweg wählen dürfe. Auch befahrene Hauptstraßen seien grundsätzlich für Elektrorollstühle freigegeben, wenn auch hier ein höheres Risiko zu verunglücken bestehe.

Das Infocafé klang aus mit dem schon zur Tradition gewordenen Kaffeetrinken. Die Reihe "Infocafé" wird fortgesetzt werden.

 

Mittwoch den 30. Januar 2013

"Das hat sich geändert" im Infocafé Knittlingen

Der Krankenpflegeverein, der Seniorentreff und die Beratungsstelle für Hilfen im Alter haben wieder ihr Infocafé in der Cafeteria der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführt. Diesmal standen die Neuerungen zum Jahresbeginn im Mittelpunkt: "Das hat sich geändert - Neuerungen ab 2013 bei Pflegeversicherung, Rundfunkgebühr usw." war der Titel des Nachmittags.

Seit dem Jahreswechsel haben sich viele Dinge, die ältere Menschen betreffen, geändert. Dazu gehören nicht nur die umfangreichen Leistungsverbesserungen bei der Pflegeversicherung, sondern auch die Neuregelungen bei den Rundfunkgebühren, die Abschaffung der Praxisgebühr und die Erhöhung der Regelsätze der Grundsicherung.

Wolfram Scheffbuch von der Beratungsstelle für Hilfen im Alter in Mühlacker erläuterte in seinem Vortrag die Fakten zu den Neuregelungen und zeigte, welche Auswirkungen sie im Einzelnen hätten. Hervorzuheben sei, dass in der Pflegeversicherung nun die Demenzkranken mit "eingeschränkter Alltagskompetenz" spürbare Leistungsverbesserungen in Anspruch nehmen könnten: Sie bekämen in Pflegestufe I und II mehr Geld bzw. Sachleistungen und auch ohne Pflegestufe hätte dieser Personenkreis erstmals einen Anspruch - auch auf Hilfsmittel und Umbaumaßnahmen. Außerdem sehe das neue Gesetz vor, dass während der Kurzzeitpflege die Hälfte des Pflegegeldes weitergezahlt werde und der Eigenanteil bei Zuschüssen zu behindertengerechten Umbaumaßnahmen entfalle. Die Beitragserhöhung, die im Gegenzug für alle Versicherten fällig werde, falle moderat aus, so Altenberater Scheffbuch: Für einen Rentner mit 1000 Euro Monatsrente betrage sie nur einen Euro.

Scheffbuch erläuterte auch die Neuregelung der Rundfunkgebühren. Nun zahle jeder Haushalt einheitlich 17,98 Euro pro Monat an den neuen "Beitragsservice". Hierbei sei egal, wie viele Personen im Haushalt lebten und welche Geräte tatsächlich im Haus vorhanden seien. Weiterhin gebe es Befreiungsmöglichkeiten für Sozialleistungsempfänger und Blinde. Behinderte mit dem Merkzeichen "RF" hingegen müssten ab jetzt monatlich einen reduzierten Beitrag von 5,99 Euro zahlen.

Ausführungen zu der Erhöhung der Minijobgrenze, zur Abschaffung der Praxisgebühr, zum neuen Behindertenausweis und zur Anhebung des Grundsicherungsregelsatzes rundeten den Vortrag ab. Interessant war der Hinweis, dass ein Grundsicherungsempfänger von einer Erhöhung der gesetzlichen Rente nicht profitiere, diese werde nämlich komplett mit der Sozialleistung verrechnet. Wenn aber - wie am 1. Januar geschehen- der Regelsatz um 8 Euro pro Monat steige, bedeute das für den Leistungsempfänger, dass er tatsächlich mehr zum Leben zur Verfügung habe.

Das Infocafé klang aus mit dem schon zur Tradition gewordenen Kaffeetrinken. Die Reihe "Infocafé" wird fortgesetzt werden.

 

Mittwoch den 28. November 2012

"Gesund beginnt im Mund" im Infocafé Knittlingen

Der Krankenpflegeverein, der Seniorentreff und die Beratungsstelle für Hilfen im Alter haben wieder ihr Infocafé in der Cafeteria der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführt. Diesmal stand die Zahngesundheit im Mittelpunkt. „Gesund beginnt im Mund“ war der Titel des Nachmittags.

Der Referent, Zahnarzt Torben Wenz aus Büchenbronn ist gleichzeitig auch Senioren- und Behindertenbeauftragter der Kreiszahnärzteschaft.

Plastisch stellte er dar, welche Auswirkungen ein Übermaß an Keimen in der Mundhöhle haben kann. Diese Keime könnten auch andere Krankheiten wie Pneumonie und Gastritis auslösen und sollten alleine deshalb schon reduziert werden. Wissenschaftler hätten festgestellt: Mit guter Mundpflege und regelmäßiger Kontrolle könne man 6,4 Jahre länger leben.

Insbesondere sammelten sich Keime und Bakterien in den Belägen die sich am Übergang der Zähne zum Zahnfleisch bildeten. Würden die Beläge ("Plaques") nicht entfernt, führten sie auch zu Karies und Paradontitis, den häufigsten Zahnerkrankungen im Alter.

Zahnexperte Wenz erläuterte anhand mitgebrachter Zahnbürsten wie richtige Mundpflege aussieht und wie man die Plaques effektiv entfernen kann: Man solle insbesondere den Übergang vom Zahnfleisch zum Zahn mit der Zahnbürste ohne allzuviel Druck bearbeiten und von „rot nach weiß“ die Beläge Richtung Kaufläche wischen. Auch für die Zahnzwischenräume stellte er spezielle Interdentalbürsten vor. Für die Reinigung der Zunge hingegen verwies er auf ein überall vorhandenes Hilfsmittel: Mit einem Kaffeelöffel lasse sich am besten die Zunge von Bakterienbelägen befreien.

In seinem launigen und fesselnden Vortrag, der immer auch auf die Situation von Pflegefällen Bezug nahm, fehlte nicht der Hinweis auf die Ernährung: Zucker sollte reduziert werden. Wenn er doch verzehrt wird, dann lieber einmal am Tag viel Gezuckertes zu sich zu nehmen als wenig auf den ganzen Tag verteilt. Auch riet Wenz zur Verwendung von flouridiertem Kochsalz. Mit der Gabe von Flour im Trinkwasser habe die Schweiz erfolgreich den Befall mit Karies in der Bevölkerung reduziert.

Abgerundet wurde der Vortrag mit Hinweisen für Träger von Vollprothesen.

Referent Wenz riet von der häufigen Verwendung von Haftcreme und speziellen Reinigungstabletten ab. Ausreichend sei eine Reinigung mit einer handelsüblichen Flüssigseife. Auch die Träger einer Vollprothese sollten zweimal jährlich zum Zahnarzt. Nur er könne beispielsweise Schleimhautveränderungen richtig beurteilen und eine eventuell notwendige Unterfütterung der Prothese veranlassen.

Das gut besuchte Infocafé klang aus mit dem schon zur Tradition gewordenen Kaffeetrinken. Die Reihe "Infocafé" wird fortgesetzt werden.

Der Krankenpflegeverein, der Seniorentreff und die Beratungsstelle für Hilfen im Alter haben wieder ihr Infocafé in der Cafeteria der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführt. Diesmal stand ein Thema, das viele

Mittwoch den 19. September 2012

"Das wird mir zu viel“ im Infocafé Knittlingen

Der Krankenpflegeverein, der Seniorentreff und die Beratungsstelle für Hilfen im Alter haben wieder ihr Infocafé in der Cafeteria der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführt. Diesmal stand ein Thema, das viele Senioren bewegt, im Mittelpunkt: "Das wird mir zu viel – Stress trotz Ruhestand“ war der Titel des Nachmittags.

Wolfram Scheffbuch von der Beratungsstelle für Hilfen im Alter in MühlackerNicht wenige ältere Menschen fühlen sich richtig gestresst. Sie kommen trotz Ruhestand nie zur Ruhe, sondern haben ständig das Gefühl, sie müssen etwas tun, etwas erledigen oder für andere da sein. Wer so lebt, kommt schnell an das Ende seiner Kräfte, schließlich geht doch alles nicht mehr so schnell von der Hand wie bei jungen Menschen. Oft spielt auch die Gesundheit nicht mehr mit. Die ständige Anspannung führt zu Gereiztheit, zu Müdigkeit und Schlafstörungen

Wolfram Scheffbuch von der Beratungsstelle für Hilfen im Alter in Mühlacker zeigte in seinem Vortrag zu diesem Thema, dass zwar viele Pflichten ganz real und unvermeidbar sind, andere Faktoren aber durchaus selbst zu beeinflussen sind. Um herauszufinden, was man ändern könne, lohne es sich auch einmal in sich hinein zu hören und zu fragen: Wann ging es mir gut? An welchen Tagen hatte ich nicht das Gefühl dass ich immer meinen Aufgaben hinterher renne? Was war an diesen Tagen anders?

Altenberater Scheffbuch verwies auch darauf, dass manchmal einem auch Dinge über dem Kopf wachsen, wenn gar nicht unbedingt so viel zu tun ist oder auch nicht objektiv eine anstrengende Aufgabe zu bewältigen ist. Das sei dann der Fall wenn etwas Neues ins Leben hineinbreche und auf einmal gewohnte Abläufe durcheinander gebracht würden. Es gäbe kein Patentrezept solchen Situationen zu entgehen, aber es sei am besten, wenn man sich präventiv auf neue Dinge einstelle, wenn man versuche im Kopf flexibel zu bleiben und ein Leben lang neugierig auf Änderungen bleibe. Man könne das in Grenzen trainieren, z.B. wenn man die Möbel in der Wohnung umstelle oder den Einkauf vom Vormittag auf den Nachmittag lege.

Ausführungen zu ganz praktischen Entlastungsmöglichkeiten durch Inanspruchnahme z.B. einer Haushaltshilfe, eines Gärtners oder eines Lieferservices rundeten den Vortrag ab. Interessant war der Hinweis, dass man sich auch von dem gesamten Schriftverkehr mit Banken und Ämtern entlasten kann. Indem man einer Vertrauensperson eine Vollmacht erteile, könne man sich manche Aufregung über missliebige Behördenbriefe ersparen.

Das Infocafé klang aus mit dem schon zur Tradition gewordenen Kaffeetrinken. Die Reihe "Infocafé" wird fortgesetzt werden.

Mittwoch den 30. Mai 2012

"Hilfsmittel statt Baustelle" im Infocafé Knittlingen

Der Krankenpflegeverein, der Seniorentreff und die Beratungsstelle für Hilfen im Alter haben wieder ihr Infocafé in der Cafeteria der Fauststadt-Seniorenwohnanlage durchgeführt. Diesmal standen nützliche Geräte und Einrichtungen für daheim im Mittelpunkt, die das Leben mit Behinderung erleichtern können. „Hilfsmittel statt Baustelle – so kann der Umbau verhindert werden“ war der Titel des Nachmittags.

Die Referentin, Andrea Überall-Schulze von der Wohnberatungsstelle des Kreisseniorenrates erläuterte mit vielen Beispielen, wie durch sinnvoll verwendete Hilfsmittel der Alltag erleichtert werden kann. Angefangen vom einfachen Handgriff zum Festhalten über die mobile Rampe an der Terrassentür bis zum kompletten Treppenlift gibt es viele Möglichkeiten, Hilfsmittel einzusetzen. Auch in der Küche können beispielsweise Messer mit verstärkten Griffen oder auch für Behinderte gut bedienbare Dosenöffner verwendet werden. Für komplett Gehunfähige sind beispielsweise Patientenlifte eine gute Möglichkeit, vom Bett in den Stuhl oder ins Badezimmer zu gelangen, ohne dass ein Umbau notwendig ist.

Gerade wenn man einen Umbau vermeiden will, sei es manchmal sinnvoll, unkonventionelle Ansätze zu denken. So wies Wohnberaterin Überall-Schulze darauf hin, dass etwa die Einrichtung einer Sitzgelegenheit in der Küche schon eine große Hilfe sein kann, genauso wie es einfacher sein könne, einen ebenerdigen Zugang zum Wohnzimmer durch den Garten zu schaffen, anstatt einen aufwendigen Treppenlift oder Aufzug einzubauen. Und: Wenn eine rüstige Begleitperson vorhanden ist, kann ein Treppensteiggerät ein Treppenhaus auch für Rollstuhlfahrer passierbar machen.

Überall-Schulze wies auch darauf hin, dass jede Wohnsituation individuell sei und eigens angepasste Hilfen jeweils notwendig seien. Deshalb bietet die Wohnberatungsstelle Hausbesuche an, bei denen die Lage vor Ort besprochen werde und teilweise auch die ehrenamtlichen Architekten des Kreisseniorenrates anwesend seien.

Abschließend wies die Referentin darauf hin: Für viele Hilfsmittel und Umbaumaßnahmen gibt es Zuschüsse von der Kranken- und Pflegekasse, auch gibt es in einigen Fällen günstige Förderkredite für größere Maßnahmen.

Das gut besuchte Infocafé klang aus mit dem schon zur Tradition gewordenen Kaffeetrinken. Die Reihe "Infocafé" wird fortgesetzt werden.

 

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